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Ludwig Freiherr von Lerchenfeld
Heinersreuth 16
95355 Presseck
Telefon: +49 9222 206
Telefax: +49 9222 576
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Unternehmungen - Pflanzenverkauf
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Zum Eintrag Naturgemäße Waldwirtschaft von Anbeginn sind folgende weitere Informationen vorhanden.
Naturgemäße Waldwirtschaft von Anbeginn
Ich leite unseren Forstbetrieb in Oberfranken in der siebten Generation und meine Ausbildung war mehr juristisch denn forstlich ausgerichtet. Ich habe jedoch mit großem Interesse schon als Bub mit meinem Vater und unserem Förster das Geschehen im Wald beobachtet.
Mein forstliches Wissen stammt also nicht aus Büchern, geschweige denn aus Vorlesungen oder Seminaren, sondern aus der Praxis.
Meine Familie lebt seit 1820 in Heinersreuth inmitten des Frankenwaldes. Mein Urgroßvater, Finanzminister unter Max I. Joseph, erhielt den Heinersreuther Betrieb als bayerisches Kronlehen. Unsere Familie bewirtschaftet den Heinersreuther Wald von Anbeginn an nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft. Nachhaltigkeit spielte und spielt die wichtigste Rolle. Wir nutzen unseren Wald selbstverständlich unter dem Gedanken des Klimaschutzes.
Die Douglasie erlangte bereits um 1880 Beachtung und nimmt heute einen deutlichen Stellenwert ein. Ich selbst halte die Douglasie nicht für eine fremdländische Baumart. Dabei meine ich, dass man als Förster nicht in Zyklen von 25 bis 100 oder 1.000 Jahren denken darf. Die Douglasie kam vor der letzten Eiszeit nennenswert in unseren Breitengraden vor.
Erst die Eiszeit ließ sie aus Mitteleuropa verschwinden.
In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts versuchten Umwelt- und Naturschutzbehörden, der Douglasie gar die Daseinsberechtigung in unserer Gegend abzusprechen, was übrigens in den Niederlanden damals gelang. Ich halte dies nicht nur für äußerst fraglich, sondern spreche derartigen Tendenzen den wahren Blick für die Natur ab, wenn man sieht, in wie vielen Punkten die Douglasie anderen Nadelbaumarten überlegen ist. Die Douglasie fruktifiziert in unserem Betrieb etwa ab dem Alter 30 bis 40, daher nimmt die Naturverjüngung mit dem Einwachsen großer Douglasienflächen in die dritte Altersklasse deutlich zu. Das verbreitete Vorkommen der Douglasie in Mischbeständen unterstützt die Naturverjüngung, denn die kleinen, leichten Samen verbreiten sich schnell über relativ weite Entfernungen. Darüber hinaus weist die Douglasie keinen Käferbefall auf, verjüngt sich flächig auf nahezu allen Standorten und ist trotz immer häufiger auftretender Orkane mit ihrem Herzwurzelwerk stabil.
Die immer größer werdenden Naturverjüngungsflächen wirken sich auch auf die beiden Hauptprobleme der Holzqualität aus, die Starkastigkeit und die Weitringigkeit, insbesondere des juvenilen Douglasienholzes.
Wir beobachten in den Naturverjüngungsflächen auf Grund höherer Ausgangsstammzahlen sowohl feinringige, vor allem aber auch feinastige Douglasienstämme.
Dabei muss auf jeden Fall die Feinastigkeit bei den in den Naturverjüngungen stehenden Stämmen erhalten bleiben, damit die Qualität steigt.

 
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